Unterricht in der Oberstufe

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Ziel der Oberstufe ist es, die Schüler:innen bestmöglich auf das Leben als Erwachsene mit größtmöglicher Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorzubereiten.

Formales zur Oberstufe

Die Dauer der Oberstufe beläuft sich in der Regel auf 2 Jahre (Schulbesuchsjahr 9 und 10 mit Ausnahme 11. SBJ; Genehmigung durch Schulleitung). Aktuell gibt es sechs Oberstufenklassen. Die Schüler:innen aus dem 9. und 10. Schuljahr werden innerhalb einer Klasse gemischt unterrichtet. In besonderen Fällen gibt es jahrgangsreine Klassen. Die Oberstufe wird ebenfalls von multiprofessionellen Teams betreut. Ein Wechsel des Teams erfolgt immer mit Eintritt in die Oberstufe (nach der 8. Klasse).

Stundentafel

  • Hauptfächer (Deutsch, Mathe, Englisch) nur noch je 3 WSt, Englisch 2 WSt
  • Arbeitslehre / Berufsvorbereitung (5 WSt)
    • Berufsorientierungstag (BOT) enthalten
  • Gesellschaftskunde (5 WSt)
    • Auseinandersetzung mit allen sog. „Erwachsenen-Themen“; z. B. das Thema „Wohnen“ als großer Schwerpunkt

Inhalte und Ziele

Ziel der Oberstufe ist es, die Schüler:innen bestmöglich auf das Leben als Erwachsene mit größtmöglicher Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorzubereiten. Dazu zählen u. a. die Stärkung der Selbstbestimmung und Selbstständigkeit. Im Rahmen der Oberstufe erhalten die Schüler:innen individuelle Förderung für die realistische Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsmöglichkeiten und lernen, die eigenen Beeinträchtigungen zu akzeptieren.

Die Oberstufe lässt sich als Übergangsphase bezeichnen. Denn sie gilt als Begleitung auf dem Weg von der Schule ins Erwachsenenleben. Daher bilden auch die berufliche Orientierung und die Lebenswegplanung einen der Schwerpunkte der Oberstufenarbeit.

Die Schüler:innen sollen durch eine Abkehr vom rein schulischen Lernen neue Wege zu außerschulischen Lernorten einschlagen und so Lern- und Lebensbereiche kennenlernen, die im Erwachsenenalter von Bedeutung sind.

Die Oberstufe ist vorrangig gekennzeichnet durch einen veränderten Schwerpunkt sowie durch den Anwendungsbezug. Die bisherigen erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in lebensnahen Zusammenhängen geübt, gefestigt und ausgebaut.

Wichtige Merkmale der Oberstufe sind also:

  • Zukunftsorientierung
  • Alltagsrelevanz
  • Anwendungsbezug
  • Kommunikation
  • Selbstbestimmung
  • Selbstständigkeit
  • Orientierung am Erwachsenenalter
  • Mitbestimmung

Diese Merkmale teilen sich in verbindlichen Bestandteile, auf:

Praktikum (Vor- und Nachbereitung)
In beiden Schuljahren gibt es jeweils ein 3-wöchiges Pflichtpraktikum, kleinere Praktika sind zusätzlich jederzeit möglich und willkommen.

Berufsorientierungstag BOT
Dieser findet an einem festen Tag in der Woche klassenübergreifend statt (6 Stunden). Die Schüler:innen wählen für ein halbes Jahr ein Angebot (Bereiche: Holz, Hauswirtschaft, Schülerfirma, Hausmeistertätigkeiten, Dienstleistungen), an dem sie teilnehmen möchten.

Lernen am anderen Ort
Ob Einkauf oder Öffentlichkeits- und Praxistraining mit dem HVV – hier lernen die Schüler:innen einen eigenständigen Umgang mit Herausforderungen des Alltags. Ebenso erfolgt der Besuch von Einrichtungs- bzw. Warenhäusern zur Recherche von Preisen. Im Rahmen des Sexualkundeunterrichtes wird zudem das Familienplanungszentrum besucht.

Projektwoche
Die Projektwoche findet jährlich statt. Sie beschäftigt sich im Wechsel mit den Schwerpunkten „Wohnen“ und „Arbeit und Beruf“. Dabei erfolgt auch eine Besichtigung verschiedener Wohn- und beruflicher Einrichtungen.

Lebenspraktischer Unterricht
Im Rahmen des lebenspraktischen Unterrichts geht es u. a. um die Nahrungszubereitung, den selbstständigen Einkauf von Lebensmitteln und Haushaltsbedarf, die persönliche Körperpflege, die Zusammenstellung der Kleidung und das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung. Kurz gesagt: Alles, woraus der jeweilige Alltag besteht.

Übergangsgespräche (Berufsberatung)
Im 10. Schuljahr erfolgt ein Übergangsgespräch mit der Agentur für Arbeit und für Hamburger Schüler:innen mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung sowie mit den Eltern der Schüler:innen.

Ersten Schulabschluss (ESA)
Es gibt eine Oberstufenklasse, in der Schüler:innen einen Ersten Schulabschluss (ESA) erlangen können. Es muss eine entsprechende Förderung / Differenzierung in den Hauptfächern (Deutsch, Mathe und Englisch) in der Mittelstufe kontinuierlich erfolgt sein. Der Besuch dieser Klasse bietet dann die Möglichkeit für einen ESA – jedoch keine Garantie.